Pollença liegt im Norden Mallorcas, dort wo die Ausläufer der Tramuntana in die Ebene und zur Bucht von Pollença übergehen. Der historische Kern ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Kleine Plätze, Treppen, Galerien und traditionelle Häuser geben dem Ort eine ruhige, kultivierte Atmosphäre.
Das bekannteste Ziel ist der Calvari. Vom unteren Ortsbereich führen 365 Stufen hinauf zur kleinen Kapelle. Zypressen rahmen die Treppe, und von oben öffnet sich ein weiter Blick über Pollença und die Landschaft. Wer Stufen vermeiden möchte, kann sich dem oberen Bereich über eine Straße nähern, muss aber weiterhin mit Steigung und begrenztem Raum rechnen.
Die Plaça Major bildet das lebendige Zentrum. Rund um die Kirche Mare de Déu dels Àngels liegen Cafés, Restaurants und Geschäfte. Am Sonntagvormittag findet üblicherweise der Markt statt. Dann ist die Atmosphäre besonders lebhaft, zugleich steigen Besucheraufkommen und Parkplatzdruck deutlich.
Weitere historische Punkte sind der Kreuzgang Sant Domingo, das Museum und die römische Brücke. Letztere wird traditionell so genannt, ihr heutiges Bauwerk stammt jedoch nicht zwingend aus römischer Zeit. Solche Details machen Pollença spannend: Geschichte ist sichtbar, sollte aber differenziert erzählt werden.
Außerhalb des Zentrums erhebt sich der Puig de Maria. Der Aufstieg ist steil und verlangt Kondition, belohnt aber mit Blicken über Norden, Buchten und Berge. Port de Pollença bietet dagegen flache Promenade, Strand und Wassersport. Cala Sant Vicenç und Formentor ergänzen dramatischere Küstenlandschaften.