Deià liegt an der steilen Nordwestküste in der Kulturlandschaft der Serra de Tramuntana. Das Dorf folgt dem Gelände: Die Hauptstraße verläuft durch den unteren Bereich, während Gassen und Treppen zu Kirche, Friedhof und oberen Wohnlagen führen. Schon ein kurzer Rundgang beinhaltet spürbare Steigungen.
Das Ortsbild besteht aus honigfarbenem Naturstein, grünen Fensterläden, Gärten und Trockensteinmauern. Besonders schön sind nicht einzelne Monumente, sondern die Übergänge zwischen Häusern, Terrassen, Bergen und Meer. Wer langsam geht, entdeckt Blicke auf den Teix, kleine Wasserläufe und ruhige Winkel abseits der Hauptstraße.
Deiàs Ruf als Künstlerdorf ist eng mit internationalen Bewohnern verbunden. Der britische Schriftsteller Robert Graves lebte lange hier; sein Wohnhaus Ca n’Alluny kann als Museum besucht werden. Auf dem kleinen Friedhof an der Kirche liegt sein Grab. Auch Musik und Kunst sind bis heute Teil des Ortslebens.
Cala Deià liegt deutlich unterhalb des Dorfes. Die kleine Bucht aus Kies und grobem Sand ist von Felsen, Fischerhäusern und Bootsrampen geprägt. Sie wirkt mediterran und fotogen, bietet aber wenig Platz. Im Sommer ist die Zufahrt stark belastet und der Parkplatz schnell voll. Der Fußweg vom Dorf ist landschaftlich schön, verlangt auf dem Rückweg jedoch einen längeren Anstieg.
Zur Gemeinde gehören außerdem berühmte Küstenlandschaften rund um Son Marroig, Sa Foradada und Llucalcari. Dadurch eignet sich Deià als Basis für Kultur, Küstenblicke und Wanderungen. Für einen Tag solltest du Dorf und eine weitere Hauptaktivität wählen, nicht alle Sehenswürdigkeiten der Westküste gleichzeitig.